Rundwanderung vom San Antonio zum Roque de Teneguía und zum Vulkan
Teneguía
Variante 2
|
Datenblatt
|
| Route |
Los Quemados - Roque de
Teneguía - Vulkan Teneguía - zurück nach Los Quemados |
| Varianten |
Abstecher zum Leuchturm von Fuencaliente und
zurück |
| Typ |
Rundwanderung |
| Schwierigkeit |
leicht, bei Wahrnehmung der Variante
anstrengend |
| Zeitbedarf |
2½ Stunden , bei Wahrnehmung der Variante 5½
Stunden, inkl. Pausen |
Höhenunter-
schied |
Anstieg ca. 150 m, zurückzulegen auf dem
Rückweg vom Vulkan Teneguía bis nach Los Quemados. Der Höhenunterschied vom Leuchturm
bis zum Vulkan Tenguía beträgt 400 m. |
| Anreise |
siehe Beschreibung der Anfahrt nach Los
Quemados |
| Ausrüstung |
Zur Besteigung des Vulkan Teneguía wird
festes Schuhwerk benötigt. Bei starkem Wind ist Wetterschutz angesagt. |
Einkehr-
möglichkeit |
unterwegs keine. Vor oder nach der Wanderung
in Fuencaliente. Bei Wanderung zum Leuchturm empfiehlt es sich, dort am Kiosk Mittag zu
essen. |
| Bemerkungen |
Die Wanderung auf der Standardroute ist selbst
für ungeübte Wanderer gut zu bewerkstelligen. Da der Weg auf dem Hinweg immer bergab
führt, neigt man zur Selbstüberschätzung seiner Fähigkeiten und riskiert evtl. den
weiteren Abstieg zum Leuchtturm. Es ist zu bedenken, dass dann der Rückweg durch den
ständigen Anstieg über 500 Höhenmeter sehr beschwerlich ist. |
|
| |
|
|
Die hier beschriebene Rundwanderung durch die Vulkanlandschaft
des Südens von La Palma führt uns vom Ortsteil Los Quemados aus zum Roque de Teneguía
mit seinen Felszeichnungen und zum Vulkan Teneguía, dem jüngsten Vulkan der Insel. Die
Route stimmt in wesentlichen Teilen mit der Wanderung überein, die vom Vulkan San Antonio
zu den gleichen Zielen führt. Durch den abweichenden Ausgangspunkt der Wanderung von Los
Quemados aus ist die hier aufgeführte Wanderung insgesamt kürzer und vor allem weniger
anstrengend, da erheblich geringere Höhenunterschiede bewältigt werden müssen.
Die Wanderung ist für Diejenigen gedacht, die
-
den Vulkan San Antonio bereits besichtigt haben und an einem anderen Tag die Wanderziele
erkunden wollen,
-
Wanderungen ohne die Bewältigung größerer Höhenunterschiede vorziehen oder
-
die anstrengende Variante zum Leuchturm von Fuencaliente bewältigen wollen und sich
einen Aufstieg zum San Antonio am Ende der Wanderung ersparen wollen.
Anfahrt
|
 |
Zu erreichen ist der Ausgangspunkt der Wanderung bei Los
Quemados über den Ortsteil Los Canarios von Fuencaliente. Die Anfahrt aus Richtung Los LLanos oder St.
Cruz ist recht einfach: Wir folgen der Landstraße N-832 in Richtung Süden. Da
Fuencaliente der größte Ort im Süden von La Palma ist, ist der Name an den wichtigen
Kreuzungen ausgeschildert.
Im Ortsteil Los Canarios gibt es eine
ausgeschilderte Kreuzung , an
der wir nach Süden bergabwärts in Richtung des Ortsteils Las Indias abbiegen
müssen. Aus Richtung St. Cruz kommend, fahren wir an der Tankstelle am Ortseingang
zunächst geradeaus weiter (nicht in Richtung Las Caletas abbiegen!). Nach
weiteren 200m in einer ausgeprägten Rechtskurve folgen wir der in Richtung Las Indias
ausgeschilderte Abzweigung. Aus Richtung Los Llanos ist die Kreuzung viel leichter zu
übersehen, weil die Straße im spitzen Winkel abbiegt und Schilder fehlen. Sollten wir
die Abzweigung übersehen haben und an die oben erwähnte Tankstelle gelangt sein, können
wir hier wenden und zurückfahren.
Von der Kreuzung führt die Straße
zunächst durch den Ort bergabwärts. Am Ortsausgang passieren wir die Abzweigung zur
Piste, die zum Vulkan San Antonio führt. Nach insgesamt 2,2 km erreichen wir die Kreuzung
, an der wir in
spitzem Winkel nach links in Richtung Los Quemados abbiegen. Eine vorsichtige
Fahrweise ist hier geboten, da die Straße wegen eines vorstehenden Felsens schlecht
einzusehen ist und man entgegenkommende Fahrzeuge erst spät erkennt.
Auf einer schmalen asphaltierten Straße geht es noch etwa 800
m bergabwärts, bis wir an die nächste Haarnadelkurve gelangen. In dieser Rechtskurve zweigt nach links eine
Piste ab. Nach wenigen Metern gibt es auf der Piste genügend Plätze, um das Auto
abzustellen.
|
Wanderung
|
|
 |
Vom Ausgangspunkt der Wanderung gehen wir auf der Piste am Hang des San
Antonio entlang weiter. Gelegentlich wird die Piste von Palmeros, aber auch von Touristen,
befahren, da sie - wie die meisten Pisten auf La Palma - nicht für den Verkehr gesperrt
ist. Aufgrund des Pistenzustandes fahren die wenigen Autos jedoch langsam und stellen kaum
eine Beeinträchtigung dar (Stand 1998).
Bereits während der Wanderung auf der Piste sehen wir zur
Rechten weiter unten am Hang den Roque de Teneguia, der Ziel unserer ersten
Etappe ist.
Nachdem wir etwa 1 km (10 min) auf fast ebenen Weg zurückgelegt haben, gelangen wir zu
einem Halteplatz für Fahrzeuge, durch den sich die Piste nach rechts zum Hang hin
deutlich verbreitert. 
Hier müssen wir auf einen Pfad abzweigen, der in spitzem Winkel bergabwärts in Richtung
des Felsens führt. Nach wenigen Metern stoßen wir auf eine alte, nicht mehr befahrene
Piste, auf der es sich gemütlich wandern lässt, bis man nach weiteren 500 m (8 min) den
Roque de Teneguía erreicht.
|
 |
Der hellbraune Roque de Teneguía hebt sich markant von der dunklen Lava des San
Antonios ab |
|
Am Roque de Teneguía
lohnt es sich, eine Pause zu machen, um auf den Felsen zu steigen, nach Petroglyphen zu
suchen und die Aussicht zu genießen. Keine Angst!
Der Felsen ist völlig problemlos von Jedermann ohne Klettern zu besteigen. Weitere
Informationen zum Roque de Teneguia können Sie in der Rubrik Touristische
Ziele erfahren.
Bereits vom Roque Teneguia aus sehen wir eine weißgestrichene, teilweise mit
Betonplatten zugedeckte, Wasserleitung aus Beton, die rund um den San Antonio verläuft,
unterirdisch unter dem Roque de Teneguia hindurchtritt und dann mit kaum wahrnehmbaren
Gefälle durch die Weinberge bis nach Los Quemados führt. Eine solche gemauerte
Wasserleitung, auf den Kanarischen Inseln Galeria
genannt, gehört zum alten Bewässerungssystem der Insel und wird heute zur Heranführung
von Brauchwasser für die an der Küste gelegenen Bananenplantagen genützt.
An der Galeria entlang wollen wir nun weiter in Richtung des Vulkans Teneguía
wandern. Zunächst gilt es aufzupassen: Der Pfad, der in Richtung Süden führt, setzt
nach 50 m aus und und wir stehen vor einem etwa 1,5 m tiefen Hindernis, einem mehrere
Meter breiten, mit Sand gefüllten Graben, in den wir hinabsteigen müssen, um
anschließend in diesem 20 m rechts hinab zur Galeria zu gelangen. Keine
Angst! An der Grabenwand aus Basaltbefinden sich kleine Felsvorsprünge,
die sich ideal zum Herabsteigen als Treppchen nutzen lassen. Wenn man sich dabei mit den
Händen abstützt gibt es wirklich keine Probleme.
An der Galeria angekommen halten wir uns nach links und folgen der Wasserleitung auf
der dem Berg zugewandten Seite. Der Pfad ist wegen des geringen Gefälles der Galeria eben
und bequem begehbar. Auf dem ganzen Weg bieten sich wunderschöne Ausblicke auf die an der
Küste gelegenen Bananenplantagen.
|
 |
Der Pfad führt an einer Galeria entlang |
|
An der Galeria gehen wir etwa 500 m entlang, bis wir unterhalb der Leitung ein großes
Wasserbecken sehen können, dass von einem Wasserrohr gespeist wird. Auf der Höhe des
Wasserbeckens angekommen, gibt es nun einige Möglichkeiten, die Galeria zu überqueren.
An mehreren Stellen ist die Wasserleitung mit Betonplatten abgedeckt, die wir problemlos
betreten können. Anschließend gehen wir auf die Piste am Wasserbecken zu, die uns nach
weiteren 250 m zum Vulkan Teneguía bringt. Für den Streckenabschnitt vom Felsen
bis hierhin benötigt man nicht mehr als 15 Minuten.
Für die Besichtigung des Teneguía
sollte man mindestens eine halbe Stunde einplanen. Informationen zu dem jüngsten Vulkan
La Palmas sind genau wie für den Roque de Teneguía separat über die Übersichtskarte
Süden erhältlich.
Nachdem wir den Teneguía erkundet haben, halten wir uns am Wegpunkt 4 nach rechts
(nicht zum Wasserbehälter zurückgehen) und wandern auf der breiten Piste zurück in
Richtung San Antonio.
Nach 600 m (10 min) geht nach rechts ein Weg ab, der zum Leuchturm von Fuencaliente herabführt. Spätestens hier
müssen wir uns entscheiden, ob wir zur Küste herabsteigen wollen und weitere 6 km
Weglänge und 400 m Höhenunterschied in Kauf nehmen wollen (für die Variante ist ohne
Mittagessen am Kiosk zusätzlich etwa 2½ Stunden zu veranschlagen).
Es gilt zu bedenken, dass praktisch über den gesamten Rückweg ein stetiger Anstieg
über 650 Höhenmeter ganz schön anstrengend sein kann, wenn man das Auto oben auf dem
Parkplatz stehen hat. Hat man allerdings die Möglichkeit, am Leuchtturm von Freunden
abgeholt zu werden, so ist die Variante durchaus zu empfehlen.
Vorsicht! Die an sich clevere Idee, unten
am Kiosk nach dem guten Mittagessen ein Taxi zu rufen und sich hoch zum San Antonio fahren
zu lassen, scheitert oft, weil es in Fuencaliente nur ein einziges Taxi gibt (Stand 1998)! Da
auch keine Busverbindung besteht, kann man versuchen, per Anhalter mitgenommen werden,
oder man macht sich halt zu Fuss auf den Rückweg. Für alle harten Wandertypen hier die
Wegbeschreibung: 
Entscheiden wir uns für die Standardroute, gehen wir geradeaus
weiter und gelangen nach weiteren 100 m an eine Abzweigung, wo die Piste einmündet, die
wir schon beim Hinweg am Hang des San Antonios begangen haben.
Wir biegen im spitzen Winkel links ab und kehren über Wegpunkt 2 zum Ausgangspunkt der
Wanderung zurück (2,8 km; ca. 40 min).
|
|
|